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Dein gutes Recht

Gekaufte Ware zurück geben

Ein Geschenk gefällt dir nicht oder du stellst nach einem spontanen Shoppinganfall fest, dass dir das eben gekaufte Teil doch nicht passt. Was tun?

Hand mit Geschenk (Bild: rgbstock.com / Sanja Gjenero)
Bild: rgbstock.com / Sanja GjeneroBeschenkt werden ist schön - aber wenn es mal nicht das Richtige ist, möchte man es vielleicht doch umtauschen.

Tatsächlich gibt es so etwas wie ein "Rückgaberecht" im normalen Handel überhaupt nicht! "Normal" soll dabei heißen: Im Laden, im Geschäft, Kaufhaus usw. Falls das trotzdem möglich sein sollte, so geschieht es nur, weil das Geschäft von sich aus dazu bereit ist - aus reiner "Kulanz", wie man so schön sagt. Aber ein Recht auf Rückgabe hat man als Käufer nicht - der Kaufvertrag, den man einging, ist bindend. Und auch, wenn man nicht jedesmal irgendwo unterschreibt: Jeder Kauf ist zugleich auch ein Vertrag, den man nicht einfach so wieder rückgängig machen kann, bloß weil einem das, was man gekauft hat, plötzlich nicht mehr gefällt. Allerdings hat man natürlich Rechte, wenn mit dem Produkt was nicht in Ordnung ist - die so genannten "Gewährleistungrechte". Aber: Auch dann kann man es nicht gleich zurück geben...


Reparatur und Ersatz gehen vor

Hat man an einem Produkt was zu reklamieren, kann die Sache zwar durchaus damit enden, dass man sein Geld zurück bekommt, aber nicht sofort. Die Ansprüche eines Kunden bei einer Reklamation zünden nämlich in zwei Stufen. Stufe eins: Käufer haben sozusagen erst mal die Wahl, ob sie eine Reparatur wollen oder ein anderes Exemplar des gleichen Produkts - die Rückgabe steht dabei noch nicht zur Debatte. In der Praxis ist es leider oft so, dass der Verkäufer diese Wahl übernimmt. Darf er eigentlich nicht, aber wer geht deswegen schon vor Gericht? Natürlich gibt es auch Produkte, die man gar nicht reparieren kann - wenn ihr eine Dose Suppe oder Cola kauft, und die hat ein Loch, wird wohl kaum jemand versuchen, sie wieder zuzuschweißen... wie auch immer, nehmen wir an, es wird der Ersatz gewählt, dann muss das neue Exemplar aber auch in Ordnung sein. Wird Reparatur gewählt, hat der Verkäufer in der Regel zwei Versuche dafür - ist es nach der ersten Reparatur nicht o.k., gibt's also immer noch keine Rückgabe. Wenn aber auch die zweite Reparatur versagt, dann zündet endlich Stufe zwei: Geld zurück!


Ausnahme Versandhandel

Und doch existiert da etwas, das man "Rückgaberecht" nennen könnte, aber nur im Versandhandel sowie bei einigen bestimmten Vertragsarten und Vertriebsformen (Geschäfte an der Haustür, am Arbeitsplatz oder am Telefon). Der richtige Name ist aber - Achtung, kleine juristische Spitzfindigkeit - "Widerrufsrecht". Bleiben wir mal beim Versand, womit sowohl Käufe per Katalog als auch Online-Shopping gemeint sind. Weil man hier die Ware ja nicht sehen und überprüfen kann, bevor sie per Post ins Haus flattert, hat man ein 14-tägiges Widerrufsrecht ab dem Tag, an dem man seine Ware bekommen hat: So lange kann man sie wieder ohne Angaben von Gründen zurück schicken. Ob das Produkt in Ordnung ist oder nicht, ist dabei belanglos, man hat diese Rückgabemöglichkeit auf jeden Fall. Nur zurück schicken reicht aber nicht: Man muss ausdrücklich erklären, dass man die Ware nicht behalten will. Dazu füllt ihr einfach das Widerrufsformular aus, das euch der Händler bereitstellen muss. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen vom Widerruf (z.B. Lebensmittel) und ihr müsst unter Umständen das Porto selbst bezahlen. Das behandeln wir in einem anderen Artikel.


Blind zugreifen sollte man deswegen aber auch online lieber nicht: Zum einen sind 14 Tage schnell vorbei (man vergisst so was auch schon mal ganz gerne...), zum anderen kann es Porto kosten und ist mit Verpacken, Rennerei zur Post usw. auch relativ lästig. So oder so gilt also: Think before you shop!


(Wi)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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2 Kommentar(e)

  • Andi
     

    Gut verständlich

    In einfachen Worten erklärt, das finde ich gut. Solche leicht verständlichen Artikel findet man leider selten.

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  • gdsg
     

    artikeö

    voll hikfreich alter

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