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In-App-Käufe

Wenn das Gratis-Game teuer wird

Ob "Candy Crush Saga", "Hill Climb Racing" oder "Clash of Clans": Beliebte Handyspiele beginnen gratis und enden oftmals teuer, wenn man schnell vorankommen will. Wir haben ein paar davon gezockt.

Oberfläche einer Spiele-App (Symbolbild: Benchart / Fotolia)
Symbolbild: Benchart / Fotolia

Möglichst viele Süßigkeiten einer Farbe verbinden – das ist das Ziel der "Candy Crush Saga". Doch wer zu häufig verliert, muss 30 Minuten pausieren.

Im Spiel "Hill Climb Racing" düsen die Spieler mit einem Auto durch hügelige Landschaften und sammeln Goldmünzen. Mit denen lassen sich heißere Untersätze und spannendere Hintergründe freischalten. Doch das Sammeln kann Stunden dauern.

Im Strategie-Hit "Clash of Clans" wiederum muss eine Siedlung verteidigt werden. Schon der Bau eines Gebäudes kann dabei mehr als eine Woche in Anspruch nehmen.

Lange warten oder zügig zocken

Wer sich Gratisspiele aufs Handy oder Tablet lädt, braucht Geduld und Ausdauer. Aber zumindest dafür hat die ja kaum jemand. Und genau darauf setzen die Programmierer. Wer zügig zocken will, muss zahlen: für neue Leben und Spielgeld, für Ausrüstung und andere Beschleuniger.

In vielen Spaß-Programmen ist der Kauf-Button zentral platziert. Teilweise öffnen sich während des Spiels regelmäßig Fenster, die auf ihn hinweisen. "Candy Crush Saga" etwa kassierte für fünf neue Leben im App Store 0,89 Euro. Im ähnlich aufgebauten "Jelly Splash" war ein Mindesteinsatz von 1,79 Euro fällig. Einen Rallywagen für "Hill Climb Racing" gab es für 4,49 Euro. Lässig am virtuellen Strand zu cruisen, musste einem schon über fünf Euro wert sein.

Jarkko Paalanen von "Fingersoft", der Entwicklerfirma von "Hill Climb Racing", verrät, wie lang das Patschen und Touchen dauern kann: "Um alle Level zu öffnen und alle Fahrzeuge zu kaufen, sind zehn bis fünfzehn Stunden intensiven Spiels erforderlich. Wenn man viele Münzen kauft, schafft man es dagegen in Sekunden."

Paketpreise bis fast 90 Euro

Deshalb machen die App-Anbieter kräftig Werbung für ihre Pakete. Beim Autorennspiel "GT Racing 2" der Firma Gameloft reichten die Preise dafür von 0,89 Euro bis zu 26,99 Euro.

Bei "Clash of Clans" kostete die größte angebotene Menge der virtuellen Währung Juwelen stolze 89,99 Euro. Soviel muss man in den meisten Fällen nicht mal für ein PC- oder Konsolenspiel ausgeben. Verlockend obendrein: Je größer das Paket, desto günstiger ist das einzelne virtuelle Coin. Wer da nicht tüchtig mitrechnet, kann schnell den Überblick über die Kosten verlieren. Oft sind es dann viele kleine Käufe, die sich am Ende zu einer großen Summe addieren.

Eine klare Grenze, wie viel Geld die Spieler ausgeben können, hat keiner der getesteten Hersteller gesetzt. Allein in "Hill Climb Racing" haben wir je 20 verschiedene Landschaften und Fahrzeuge gezählt, von denen sich jedes um die 50 Mal aufrüsten ließ - insgesamt mehr als 1000 Möglichkeiten für In-App-Käufe.

Fazit

Gegen solche Methoden hilft letztlich nur Selbstschutz. Aktivieren lässt der sich oft im Handy oder Tablet selbst. In der Rubrik "Einstellungen" gibt es bei vielen Geräten die Möglichkeit, In-App-Käufe zu sperren. Erst danach ist gratis wirklich kostenlos. Oder man lässt beim Mobilfunkanbieter die Abrechnung für Drittanbieter (auch WAP Billing genannt) sperren.


(hamo)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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3 Kommentar(e)

  • Leonhard Ziegenhagen
     

    Ihrhabt null Ahnung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    wtf seid ihr unnötig und unbeliebt!!!
    keine ahnung warum aber anscheinend denkt ihr das in-app käufe verboten sind anzubieten!!!
    Leider darf ich euch nicht beleidigen oder beschimpfen, würde ich aber gerne tun!!!
    ********* ************* ****** ******* *******

    LG Leonhard Ziegenhagen:******

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  • longroad
     

    WTF

    Das ist doch wohl ein Witz... Leute... Die Spielmacher haben gute und beliebte Ideen! Wenn sie eine Funktion hinzufügen mit der man sich im Spiel nach vorne bringen kann, was man wohl gemerkt nicht muss(!), ist es vollkommen legitim! die Spielehersteller haben keine andere möglichkit geld zu verdienen wenn sie nur gratis spiele entwickeln! [letzter Satz gelöscht wg. Beleidigung; die Red.]

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  • checked4you
     

    @Leonhard

    Der Beitrag grenzt auch so schon an Beschimpfung, aber wir wollen mal trotzdem drauf eingehen: Nein, um ein Verbot von in-app-Käufen geht es nicht - sondern darum, ob etwas, das als "gratis" beworben wird, auch wirklich gratis ist oder nicht. Zutreffende Produkteigenschaften finden wir nämlich wirklich gut.

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