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"Living Planet Report": Nie gute Nachrichten...

Ökologischer Fußabdruck zu groß

Fast jedes Jahr stellt der WWF einen neuen "Living Planet Report" vor, in dem so etwas wie eine Öko-Bilanz gezogen wird. Und immer wieder lautet die Hauptbotschaft: Wir leben über unsere Verhältnisse...

Jemand hinterlässt Fußspuren am Strand (Bild: sxc.hu / nygma)
Bild: sxc.hu / nygma

Vor allem der wachsende Hunger nach Rohstoffen, Energie und Nahrung führt dazu, dass immer mehr Tierarten aussterben bzw. ihre Bestände zurück gehen. Und den Hunger haben wir letztlich alle - wer wissen will, wie groß der ist, kann dazu mal seinen Ökologischen Fußabdruck bestimmen lassen...


Der "ökologische Fußabdruck" beschreibt, wie viel Fläche der Erde man durch seinen Ressourcenverbrauch pro Jahr beansprucht, also durch Nahrung, Transport der Nahrung, Konsum, Strom- und Energieverbrauch, Klamotten, Verkehrsverhalten usw., kurz: durch das alltägliche Leben selbst. Vereinfacht gesagt, stellt man bei der Berechnung die dafür benötigten Acker-, Weide-, Wald-, Meeresflächen und noch einiges mehr zusammen, und erhält so einen Gesamtwert. Das Ganze wird dann in Hektar ausgedrückt bzw. in "Globalen Hektar". Zur Erinnerung: ein Hektar sind 10.000 m2 bzw. 100x100 Meter. Ein Fußballfeld hat z. B. etwa 2/3 eines Hektars.


Das Ergebnis ist meistens ein Schock, denn Deutsche brauchen laut WWF (Living Planet Report 2014) im Durchschnitt 4,6 Hektar pro Jahr - jede/r! Man macht also mal eben fast sieben Fußballfelder klar, um sich seinen Lebensstandard zu sichern. Spitzenreiter sind die Großes-Auto- und Klimaanlagen-Liebhaber USA oder auch die Vereinigten Arabischen Emirate mit jeweils rund 10 Hektar pro Kopf. Bei gerechter Verteilung stünden laut WWF aber jedem Erdenbewohner gerade mal 1,8 Hektar zu! Aber bevor man nur auf andere schimpft, sollte man vielleicht erst mal die Größe seines eigenen, persönlichen Fußabdrucks testen. Einen Rechner zu diesem Zweck bietet u.a. die Organisation "Brot für die Welt" unter www.fussabdruck.de.


Spannend dabei: du bekommst bei so einem Test auch gesagt, wie viele Erden wir bräuchten, wenn alle den gleichen Verbrauch hätten wie du. Die meisten kommen locker auf einem

"Verbrauch" von zwei, drei oder gar mehr Erden. Und dafür muss man gar nicht der Turbo-Verschwender sein, auch bei gefühlt "normalem" bis durchaus schon relativ öko-bewusstem Alltag kann mehr als eine Erde erfoderlich sein. Mit anderen Worten: die eine Kugel reicht nicht, wenn wir so weiter machen...


Ach, und wo wir gerade beim ausrechnen sind: Bei jugend.klimaktivist.de kannst du auch noch errechnen lassen, wie viel CO2 dein aktueller Lebensstil produziert...


(Wi)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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