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Schokoschlacht und Eierkitschen

Was geht ab zu Ostern?

Ostern – ihr wisst schon – dieses Fest, bei dem ein Hase für ein paar Tage der Superstar ist und Mutti uns mit einem Berg harter Eier quält. Was hat das bloß alles zu bedeuten...

Wiese mit Schokohase, Osterkörbchen, Ostereiern und Kaninchen (Bild: drubig-photo / fotolia.com)
Bild: drubig-photo / fotolia.com

Schon ab Februar sieht man sie vereinzelt in den Regalen sitzen. Sie tragen Glanzpapier über dem Schokofell und manchmal bimmelt ihnen sogar ein goldenes Glöckchen am Hals. Wenn das Jahr noch jung ist, schmecken sie am besten, ist das Osterfest vorbei, landen sie als Billigangebot auf der Supermark-Sonderfläche. Ihr wisst, von wem die Rede ist? Na klar, vom Osterhasen.


Diese Langohren aus Kakaobutter sind doch genau genommen die heimlichen Superstars der Osterzeit. Oder was fällt euch noch spontan zu Ostern ein? Was? Ein christliches Fest? Unglaublich! Das wisst ihr?


Ok, für alle, die jetzt nur Bahnhof verstehen, hier noch mal die wahre Geschichte in Kurzfassung: An Ostern feiern die Christen die Auferstehung Jesus. Gleichzeitig hatte an Ostern auch die strenge Fastenzeit ein Ende. Schließlich durfte zwischen Aschermittwoch und Karfreitag kein Fleisch und keine Eier gegessen werden. Somit hatte man natürlich zum Ende der Fastenzeit auch jede Menge Eier übrig! Um die alten Eier von den frischen zu unterscheiden hat man sie gekennzeichnet, zum Beispiel durch Einfärben. Dieses christliche Fest wurde mit der Zeit immer mehr mit Frühjahrs- und Fruchtbarkeitsriten vermischt. Womit wir wieder beim Hasen wären – denn auch der ist ein Symbol für Fruchtbarkeit.

Hasen und Nikoläuse aus einem Guss

Wie aber der Hase genau zum Osterfest kam, ist immer noch umstritten. So hält sich zum Beispiel hartnäckig das Gerücht, ein Bäcker habe damals versucht ein Osterlamm zu backen. Dies sei ihm aber so gründlich misslungen, dass alle das Backwerk für einen Hasen hielten.


Richtig populär wurde Osterhase aber erst im 20. Jahrhundert. Ob das was mit der wachsenden Schokoladenindustrie zu tun hatte? Wer weiß das schon.

Man munkelt übrigens, dass manch ein Billighersteller für seine Nikoläuse die gleiche Schokoladenform verwendet, wie für die Osterhasen. Erst das bunte Verpackungspapier macht dann den kleinen Unterschied.


Zwiebeln färben Eier schön

Wenn ihr übrigens selbst mal tatkräftig beim Eierfärben helfen wollt, könnt ihr entweder zu chemischen Eierfarben greifen (eine bequeme, aber auch ziemlich langweilige Variante) oder den Färbespaß mal mit uralten Hausmittelchen probieren. Die hart gekochten Eier lassen sich nämlich auch prima mit Zwiebelschalen, dem Saft von Roter Bete oder mit Spinat einfärben. Fragt mal die Oma!


Und dass man den Eierbrauch auch sportlich sehen kann, beweist das beliebte Spiel "Eierkitschen". Zwei oder mehrere Konkurrenten versuchen dabei, ihr hart gekochtes Ei gegen das eines anderen Mitspielers zu kicken. Bei wem die Schale als erstes kracht, hat verloren.


(kat)

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