Du bist hier:
  • Diesen Artikel drucken
  • Diesen Artikel empfehlen

DIY-Knabberei

Gemüsechips: gesunder Trend?

Dass Kartoffelchips nicht so gesund sind wie Kartoffeln, ist allen klar. Aber wie sieht es mit Gemüsechips aus? Die werden derzeit als gesunde Alternative gehandelt. Wir haben uns durchgeknabbert.

Eine Schale mit verschiedenen Gemüsechips steht auf einer dunkelbraunen Tischplatte. Foto: Kristina Rütten / Fotolia.com
Foto: Kristina Rütten / Fotolia.com

Ob Rote Bete, Pastinake oder Süßkartoffel, Karotte oder Wirsing: Die Gemüsechips, die es im Supermarkt gibt, sind so bunt wie das Gemüsebeet im Garten. Doch unterscheiden sie sich auch sonst von ihren Kartoffel-Verwandten?

Das Positive vorweg: Viele der Chips, die im Handel sind, kommen ohne Geschmacksverstärker oder Aromen aus. Kartoffelchips enthalten häufig zugesetzte Farb- oder Aromastoffe. Die meisten Gemüsechips garantieren also tatsächlich ein pures Knuspern, das den Körper sogar mit Ballaststoffen versorgt.


Vorsicht: fettig!

Ein Blick auf die Zutatenliste der meisten Gemüsechips verrät jedoch: Ähnlich wie Kartoffelchips enthalten die Gemüsechips viel Fett. Die meisten kommen mit mindestens 30 Prozent Fettanteil daher, bei manchen Sorten sind es sogar an die 40 Prozent.

Das Gemüse wird fein geschnitten oder gehobelt und dann im Fett frittiert oder gebacken. Dabei ist es unerheblich, ob es konventionelle Chips oder Bio-Chips sind. Der Fettgehalt ist auch bei vielen Bio-Anbietern hoch. Einzig das verwendete Öl ist oft hochwertiger.

Somit tun sich Chips aus Kartoffeln und Chips aus Gemüse auch bei den Kalorien nicht viel. Gemüsechips sind also kein kalorienarmer Knabberspaß.

Einige (wenige) Hersteller setzen hingegen auf getrocknetes Gemüse: Diese Chips kommen dann ohne Fett aus. Und manche Firmen nutzen ein anderes Herstellungsverfahren, so dass der Fettanteil niedriger ausfällt. Es lohnt sich also, die Inhaltsstoffe genau zu studieren.


... und salzig

Zudem sind Gemüsechips auch gesalzen. Oft prangen die Worte "mit Meersalz" auf der Tüte. Doch Meersalz ist nicht unbedingt gesünder als normales Speisesalz. Die meisten Firmen verzichten auf weitere Gewürze, aber auch hier: Auf die Zutatenliste gucken. Gemüsechips enthalten Zucker, jedoch ist das in der Regel kein zugesetzter Zucker, sondern der gemüseeigene.

Insgesamt gilt auch bei gekauften Gemüsechips: Es ist nichts zum Sattessen, sondern ein Snack für zwischendurch. Beim Fernsehen ein paar Chips sind okay – eine ganze Tüte sollte man nicht verputzen.


Rezept

Wer gesund naschen möchte, der kann Gemüsechips selbst machen. Das geht so:

Das gewünschte Gemüse (zum Beispiel Möhre oder Süßkartoffel) waschen, schälen und in ganz dünne Streifen schneiden. Mit einem Hobel geht das besonders gut. Olivenöl mit ganz wenig Salz mischen. Wer es mag, kann auch andere Gewürze hinzugeben. Die Scheiben mit dem Öl dünn einstreichen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. Das Gemüse sollte dabei nicht zu eng liegen. Bei 150 bis 180 Grad Umluft rund 20 bis 30 Minuten backen. Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, muss man ein paar Mal zwischendurch die Ofentür öffnen.

Guten Appetit!


(AB)

Wie hat dir der Artikel gefallen? Top oder Flop?