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Drittanbietersperre

Smartphone-Abzocke verhindern

In manchen Apps verstecken sich fiese Fallen, bei denen man schon mit einem einzigen versehentlichen Finger-Tipp ein Abo aktiviert. Aber man kann das sperren lassen. Wir sagen, wie.

Klingt wie der Tabletten-Beipackzettel: Apps können Abzocke enthalten! Genau genommen sind es eingebaute Werbebanner in Smartphone- oder Tablet-Apps. Kommt man beim Wischen mit dem Finger drauf, hat man vielleicht schon ein Abo aktiviert, das über die monatliche Telefonrechnung abkassiert wird. Möglich macht die Masche das sogenannte WAP-Billing (WAP=Wireless Application Protocol). Dadurch soll unkompliziertes Bezahlen per Smartphone ermöglicht werden, da keine Konto- oder Kreditkartendaten angegeben werden müssen.



Wie Abrechnung von Drittanbietern beim Smartphone funktionieren (Bild: Verbraucherzentrale NRW)


Doch gemäß "Telekommunikationsgesetz" können Kunden bei ihrem Mobilfunkanbieter beantragen, dass solche Dienste nicht mehr über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden können. Antragssprachlich heißt das dann "Sperre der Identifizierung des Mobilfunkanschlusses für neben der Verbindung erbrachte Leistungen". Klar? Nun, übersetzt gesagt: Damit werden im Grunde alle auf "WAP-Billing" basierende Dienste gesperrt. Einziger Nachteil: Wer z.B. gerne mit Hilfe genau dieser Technik per Handy in der Bahn bezahlt, kann das dann nicht mehr, weil auch dieser Dienst mit gesperrt wäre. Man kann sich aber bei seinem Mobilfunkanbieter erkundigen, inwieweit man nur einzelne, ausgesuchte Leistungen sperren lassen kann.


Einen Musterbrief zur Drittanbietersperre könnt ihr von der Website der Verbraucherzentrale NRW herunterladen, damit die Formulierung beim Sperren-lassen auch stimmt. Viele Anbieter machen das alternativ auch telefonisch, und bei einigen kann man die Einrichtung der Drittanbietersperre auch über das online-Kundenportal vornehmen. Dabei gibt's zwei Varianten: Alle WAP-Billing-Dienste sperren oder (sofern nach vorheriger Absprache mit dem Anbieter möglich) nur bestimmte. Und wer bereits in eine solche Falle getappt ist, sollte versuchen, den Rechnungsposten zu beanstanden. Wie das geht, beschreiben wir im Text über Abzocke per Smartphone. Dazu gibt es auch einen Musterbrief der Verbraucherzentrale NRW.


(Wi)

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