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Händler oder Privatverkäufer?

Rechte beim Gebrauchtkauf

Besonders bei elektronischen Geräten wird ein Gebrauchtkauf schnell heikel. Und wenn was nicht funktioniert, fragt man sich, wie das hier eigentlich mit den Rechten als Käufer aussieht. Wichtige Frage dabei: Vom Händler oder "von privat"?

Ein alter Turnschuh (Bild: sxc.hu / twasa)
Bild: sxc.hu / twasa

Kauft man eine Ware gebraucht bei einem Händler, und die ist nicht in Ordnung, gelten grundsätzlich die normalen Rechte des Käufers wie beim Neukauf auch: Gemäß "Gewährleistungsrecht" kann der Käufer zwischen Reparatur und einem Ersatz wählen. Erst, wenn das alles nicht funktioniert, kann man auch sein Geld zurück verlangen. Das ist jetzt etwas verkürzt dargestellt, wir haben das in einem anderen Artikel genauer erläutert.


Aber, und das ist wichtig, es gibt beim Gebrauchtkauf eine Einschränkung gegenüber dem "normalen" Gewährleistungsrecht: Hier kann ein Händler die Gewährleistung beim Vertragsschluss auf ein Jahr statt der normalen zwei Jahre verkürzen! Nach diesem Jahr kann er also jeden Versuch, Fehler zu bemängeln, mit einem Lächeln (oder auch ohne...) abbügeln. Darauf sollte man also unbedingt achten, wenn man gebraucht etwas kauft. Eine Verkürzung auf weniger als ein Jahr ist übrigens nicht drin.


So, wenn man aber was Gebrauchtes von privat kauft, sieht das anders aus, denn Privatpersonen können die Gewährleistung ganz ausschließen. Das heißt dann im Grunde "gekauft wie gesehen", oder im Falle einer Online-Bestellung sogar eher "wie nicht gesehen". Kennt ihr vielleicht von Ebay, denn da schreiben viele Verkäufer, sie würden die Gewährleistung ausschließen. Können sie auch - aber nur, wenn sie nicht vielleicht doch professionelle Händler sind... Allerdings: die verkaufte Sache muss immer korrekt beschrieben werden - Mängel sollten also möglichst konkret aufgezählt werden. Verkauft der private Verkäufer zum Beispiel bewusst ein defektes Gerät ohne Gewährleistung, und weist er in dem Angebot nicht auf den Defekt hin, dann kann man sich als Käufer unter Umständen auf "Arglist" berufen. Ein Gewährleistungsausschluss hilft dem Verkäufer dann nicht weiter.


Ach, und apropos Online-Kauf: Ein zweiwöchiges "Widerrufsrecht" (also die Möglichkeit, die Ware zurück zu schicken) hat man beim Online-Kauf von einem Unternehmer sowieso. Auch bei Produkten, die in Ordnung sind. Wer dazu mehr Infos sucht: Klick!


(Wi)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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2 Kommentar(e)

  • sexy chrissi
     

    lala

    Dieser schuh ist zu schön für mich und ich kann ihn mir nicht leisten! i kissed michelle H

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  • Andi
     

    Interessant

    Im Groben war mir das zum Teil bekannt, jedoch nicht im Detail. Stichwort Arglist.

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