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Peer-to-Peer

WhatsApp verschlüsselt – Datenschutzlücken bleiben

Mit der Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt WhatsApp die Inhalte von Nachrichten. Daten werden dennoch unerlaubt in die USA übertragen.

WhatApp-Logo auf schwarzem Hintergrund. Logo: WhatsApp
Logo: WhatsApp

"Legale WhatsApp-Verwendung ist praktisch unmöglich." Dieser Satz des österreichischen IT-Professors Peter Burgstaller sorgt im Netz für Diskussionen. Kritik an WhatsApps Datenschutz ist nicht neu. Trotzdem nutzen inzwischen mehr als eine Milliarde Menschen weltweit den Service. Sie sollen sich mit dem Messenger sicherer fühlen, weshalb die WhatsApp-Macher jetzt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt haben. Das bedeutet: Die Inhalte aller Nachrichten können nur vom Absender und Empfänger gelesen werden. Kein Geheimdienst, keine Kriminellen und auch nicht WhatsApp können die Texte, Fotos, Videos etc. sehen. Voraussetzung ist, dass alle Gesprächsteilnehmer die aktuelle WhatsApp-Version nutzen. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Und trotzdem bleibt Kritik, die in der Natur des Messengers selbst liegt: Er durchforstet die gespeicherten Telefonnummern im Handy und sendet sie an die WhatsApp-Server in Californien (USA). Dort wird geprüft, welche Nummern bereits bekannt sind (also wer aus euren Kontakten auch WhatsApp nutzt). Das Problem besteht nun darin, dass damit Nutzerprofile erstellt werden könnten. Und auch wenn niemand an die Inhalte eurer Nachrichten kommt, kann er trotzdem sehen, wann ihr wie oft mit wem kommuniziert habt.

Die Alternative sind Messenger, die europäische Server mit schärferem Datenschutzrecht nutzen oder solche Messenger, die nicht auf Telefonnummern angewiesen sind. So kannst du z.B. auf Threema oder Skype allein durch Nutzernamen kommunizieren, ohne die Kontaktdaten deiner Freunde preisgeben zu müssen.

Dass du Daten deiner Kontakte an einen Server in den USA sendest, musst du dir eigentlich von jedem einzelnen erlauben lassen. So will es das deutsche Datenschutzgesetz. Weil das im Grunde aber niemand macht, kommt Professor Burgstaller auch zu seinem provokanten Satz.


(hamo)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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2 Kommentar(e)

  • satrocky
     

    Datenschutzlücken bei What's App

    Warum verklagt niemand diese Firma? Es muß doch rechtlich möglich sein einen Weg zu finden um mit WA kommunizieren zu können ohne sich strafbar zu machen!

    Mit freundlichem Gruß
    satrocky

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  • checked4you
     

    Datenschutz bei Internetdiensten

    Das ist das große Problem, vor dem das Internet allgemein steht: WhatsApp sitzt in Californien und unterliegt dort geltendem Recht. Datenschutzverstöße gegen amerikanisches Recht, sofern überhaupt welche vorliegen, können wir nicht verfolgen. Wir als Verbraucherzentrale NRW sind der Meinung, dass für Internetdienste die Regeln des Landes gelten sollten, in dem sie angeboten werden. Doch weltweit verfügbare Internetdienste unterwerfen sich häufig keinen unterschiedlichen nationalen Gesetzen, sondern handeln nach denen, die an ihrem Firmensitz gelten.

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