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Rettet die Bananen!

Foodsharing: Wie kann ich Lebensmittel retten?

Es ist ein Skandal, wie viele Lebensmittel in Deutschland auf dem Müll landen. Dabei kann jeder etwas dagegen tun – zum Beispiel Food-Sharing-Initiativen unterstützen.

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highwaystarz - Fotolia

Das Wichtigste in Kürze

  • Verteilen statt vernichten: In NRW gibt es engagierte "Lebensmittelretter" in mehr als 100 Kommunen.
  • Nahrungsmittel werden getauscht oder an bedürftige weitergegeben, statt sie auf den Müll zu werfen.
  • Eine Internetseite zeigt, wo ihr euch an Aktionen beteiligen könnt.



Ein Drittel aller weitweit produzierten Lebensmittel landet jährlich in der Mülltonne. Ob krumme Gurken oder braune Bananen, Joghurts, deren Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder überschritten ist oder Produkte, auf die einfach gerade keiner Lust hat, werden in der Landwirtschaft, bei den Herstellern, im Handel und auch bei den Verbrauchern einfach weggeschmissen. Die Energie, das Wasser und die anderen Rohstoffe, die in diese Lebensmittel investiert wurden, gehen dadurch verloren. All das, während Menschen in anderen Teilen der Welt Hunger leiden müssen.


Nichts vergammeln lassen

Das sähe schon ganz anders aus, wenn jede und jeder Einzelne die Lebensmittel mehr wertschätzen würde:

  • Verständnis dafür haben, dass nicht immer alles zur Verfügung steht.
  • Einfach nur das einkaufen, was man auch wirklich braucht.
  • Bei Spontaneinkäufen durchaus auch mal Produkte im Blick haben, die schnell aufgebraucht werden müssen.
  • Die Mahlzeiten gut planen, den Überblick über die Vorräte behalten, Reste einfrieren oder weiter verschenken, damit zuhause nichts verdirbt.

Eine schöne Möglichkeit, selbst angebaute oder hergestellte Lebensmittel weiterzugeben bzw. gegen Leckereien von anderen zu tauschen, sind auch so genannte Food Swap oder foodXchange Events, die von Gruppen veranstaltet und meist online kommuniziert werden.


Abgreifen und aufteilen

Natürlich steht es aber auch jedem offen, im Geschäft nachzufragen, was mit den Lebensmitteln passiert, die nicht gekauft werden. Und ob man die aussortierten Produkte vielleicht noch nutzen könnte. Fast schon professionell wird dieses Prinzip von so genannten Foodsharing-Initiativen betrieben, die es in fast allen Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen gibt. Ehrenamtlich Engagierte treffen als Foodsharing-Gruppe Absprachen mit lokalen Supermärkten, Mensen oder Kantinen, um die dort übrig gebliebenen Lebensmittel abzuholen und unter anderem über so genannte "Fairteiler" (z.B. Kühlschränke, die in kooperierenden Bürgerzentren oder Einrichtungen aufgestellt sind) allen Hungrigen in der Stadt zur Verfügung zu stellen. So können noch genießbare oder nicht verwendete Lebensmittel ganz legal noch weitergegeben werden, die ansonsten von den teilnehmenden Betrieben entsorgt werden würden. Auch man selbst kann dort Lebensmittel hinbringen. Wenn man sich z.B. beim Einkaufen vertan und schon Bananen zuhause liegen hat, kann man die zu viel gekauften Früchte zum nächstgelegenen "Fairteiler" bringen.


Alle Interessierten, die gerne gerettete Lebensmittel mit nach Hause nehmen wollen, können sich bei den Foodsharing-Gruppen im Internet informieren. Abholstationen sind direkt auf der Karte der Foodsharing-Internetseite zu finden. Dort wird auch mitgeteilt, welche Lebensmittel aktuell im "Fairteiler" auf hungrige Mägen warten.



Infos, wie du dich als Lebensmittelretter engagieren kannst, eine Mitmachkarte und Termine rund ums Thema Foodsharing gibt’s bei unserem Klimaschutz-Projekt "MehrWert21".


(JD)

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